3 Wochen Tijuana, zurück bleiben tonnenweise neue, schöne, traurige, heftige Eindrücke. Ich bin jetzt seit 2 Wochen an meinem fixen Arbeitplatz, dem Oratorium "Domingo Savio".
Wir sind in einem der ärmeren Viertel Tijuanas, gerade deshalb auch immer gut besucht: Wir haben eine Volksschule ("escuela"), die (was hier eine Ausnahme ist) gratis ist und wo dementsprechend Kinder hingehen, die sonst nirgends genommen werden. Über 80 Kinder sind es mittlerweile bei 3 Lehrerinnen und 2 Volontären (neben mir noch Theresia aus Oberösterreich).
Wobei die Kinder hier teilweise in sehr prekären Lebenssituationen leben. America ein Mädchen von 8 Jahren ist im Prinzip auf sich alleine gestellt, da ihr Bruder mit dem sie zusammenlebt am Tag arbeiten geht und nicht die Möglichkeit hat sich viel um sie zu kümmern. Deshalb ist sie fast die ganze Zeit im Oratorium und macht auch ihre Hausübungen mit uns.
Daneben gibt noch viele weitere Angebote, von Gitarrenkurs bis Katechismusunterricht, die von den vielen helfenden Jugendlichen hier gemacht werden. Die größte Attraktion sind aber natürlich unsere Fußballplätze, auf der auch jeden Sonntag Liga gespielt wird (mit ofiziellem Schiedsrichter und Pokalen).
Die Pfarrgemeinde hier hat mich auch gut aufgenommen, wir sind ja jeden Tag bei einer anderen Familie essen (ich will gar nicht wissen wie viel ich hier schon zugenommen hab^^). Dort bekommen wir auch am besten vom Alltagsleben der Bevölkerung etwas mit:
Im Moment geht hier die Angst um, weil, wie es wahrscheinlich auch in österreich zu lesen war, in den letzten Wochen zahlreiche Opfer im Kampf der mächtigen Drogenkartelle gab. Diese komplizierte Situation werde ich an anderer Stelle beschreiben fürs erste: wir sind absolut sicher. Diese Morde werden gezielt ausgeführt an Personen die sich im Drogenhandel bewegen. Wir sind davon nicht betroffen, da wir in einem sicheren Viertel wohnen und das Haus in der Nacht nicht verlassen. Außerdem arbeiten wir in einer Kirche und die ist hier die einzige unanfechtbare Autorität.
Zu Positiveren Dingen: Ich schicke hiermit auch die ersten Fotos von meiner Arbeit hier und werd mich bald wieder melden.
Liebe Grüße
Max
Niños de la escuela (Schulkinder)
Jovenes und Padre Manuel (links vorne)
Oratorium




1 Kommentar:
Ich seh' hier nur Mexikaner... wo ist der Max?
Kommentar veröffentlichen